
| Auftretenswahrscheinlichkeit | der Parameter des Risikos, der Auskunft über die Wahrscheinlichkeit gibt, mit der eine identifizierte Gefährdung bzw. ihre Ursache in der Praxis tatsächlich auftreten könnte. Die Kategorien ihrer Bewertung sind z.B. : häufig, wahrscheinlich, gelegentlich, entfernt vorstellbar, unwahrscheinlich, unvorstellbar. Diese Bewertung beinhaltet implizit die Abschätzung der Aufenthaltsdauer (selten bis öfter / häufig bis dauernd), der Möglichkeit zur Gefahrenabwendung (möglich / nicht möglich), der Eintrittswahrscheinlichkeit (sehr gering / gering / relativ hoch) und der Entdeckungswahrscheinlichkeit. |
| Funktionen | (z.B. Speichern) und deren Beziehungen untereinander beschreiben abstrakt die grundsätzliche Wirkungsweise eines Produktes. Auf sie beziehen sich die identifizierten Gefährdungen, Gefährdungsursachen und Abhilfemaßnahmen. Daher bildet die Analyse der Funktionen mit Hilfe der Grey Box oder anderer geeigneter Methoden die Grundlage der Risikoanalyse. |
| Gefährdung | bezeichnet eine potentielle Schadensquelle. Jede Funktion kann mehrere Gefährdungen implizieren, die Sie sowohl beim bestimmungsgemäßen als auch bestimmungsfremden Gebrauch sowie im Fehlerfall zu betrachten haben. |
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Grey Box |
veranschaulicht die Funktionen (z.B. Speichern, Steuern) und Funktionsbeziehungen eines Produktes mit Hilfe einer graphischen Darstellung. Sie ermöglicht es so, die Funktionsweise bereits in einem sehr frühen Stadium der Entwicklung zu erkennen. Berücksichtigt werden neben den Funktionen (als Kästen dargestellt) und Funktionsbeziehungen (dargestellt durch Pfeilverbindungen) auch die Eingangs-, Ausgangs- und Störgrößen. Die Funktionsanalyse mit Hilfe der Grey Box erfolgt vor Beginn der Risikoanalyse parallel zur Pflichtenheftentstehung. Sie ist ein Hilfsmittel zum Einstieg in die Risikoanalyse. |
| Maßnahmen | zielgerichtete Tätigkeiten bzw. Prozeßschritte, die - im vorliegenden Fall - dazu dienen, identifizierte Risiken eines Produktes zu beherrschen, d.h. diese zu vermeiden bzw. zu reduzieren. Für jede identifizierte Gefährdungsursache ist mindestens eine Maßnahme festzulegen, umzusetzen und ihre Wirksamkeit zu überwachen. |
| Risiko | Verbindung / Kombination der Auftretenswahrscheinlichkeit eines Schadens und des zugehörigen Schadensausmaßes. |
| Risikoabschätzung / -beurteilung | Gesamtprozeß der Risikoanalyse und -bewertung |
| Risikoanalyse | Einsatz der verfügbaren Informationen zur Identifikation von Gefährdungen und Einschätzung von Risiken. |
| Risikobeherrschung / Maßnahmenmanagement | Prozeß, in dem Entscheidungen getroffen sowie Maßnahmen festgelegt, umgesetzt und verifiziert werden, um das Risiko in spezifizierten Grenzen zu halten bzw. auf diese zu reduzieren. |
| Risikobewertung | Beurteilt auf Grundlage der Risikoanalyse, ob das Risiko unter den gegebenen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen akzeptabel und eventuelle Restrisiken vertretbar sind. Die Bewertung erfolgt jeweils vor und nach der Durchführung der Abhilfemaßnahmen. |
| Risikograph |
Stellt die Auftretenswahrscheinlichkeit über dem Schadensausmaß dar, wobei die Lage einer Risikobewertung in der Fläche des Graphen Aufschluß über das jeweilige Risiko gibt. Es werden drei Risikobereiche unterschieden:
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| Risikomanagement | Systematische Anwendung der Managementpolitik, der Verfahren und Maßnahmen zur Analyse, Bewertung und Beherrschung des Risikos. |
| Risikomanagement Dokumentation | Nach DIN EN ISO 14971 geforderte Dokumentation des Risikomanagements (nicht notwendigerweise in zusammenhängender Form). |
| Schaden | Verletzung von Körper, Gesundheit und/oder Leben (Personenschäden), Schädigung von Eigentum oder Vermögen (Sachschäden) und Umwelt (Umweltschäden). |
| Schadensausmaß |
qualitatives Maß für die möglichen Folgen / Konsequenzen einer Gefährdung Empfohlene Kategorien der Bewertung sind z.B. nach EN 60601-1-4:1996 für Programmierbare Elektrische Medizinische Systeme:
nach FDA "Guidance for the Content of premarket Submissions for Software in Medical Devices":
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| Sicherheit | Freiheit von nicht akzeptablen Risiken |
| Ursache | Quelle der Gefährdung, die von einer Funktion ausgeht. Die Kenntnis der Ursache einer Gefährdung ist erforderlich, um das von ihr ausgehende Risiko einschätzen und die geeigneten Maßnahmen einleiten zu können. |
| Verifizierung | Überprüfung und eindeutiger, dokumentierter Nachweis der Erfüllung der Spezifikation z.B. mit Hilfe von meßtechnischen Prüfungen |
| Zweckbestimmung | Verwendung, für die das Produkt entsprechend den Angaben des Herstellers in der Kennzeichnung, der Gebrauchsanweisung und/oder dem Werbematerial bestimmt ist. |
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